...im Wandel: Phyto- & Zooplankton

zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft   zum Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau   zum Ministerium für Verkehr   Autorenumgebung laden ...

...im Wandel: Phyto- & Zooplankton

 


Die Lebensgemeinschaften des Bodensees veränderten sich im Zuge der Eutrophierung und der darauf folgenden Reoligotrophierung zum Teil erheblich. Heute entsprechen sie wieder weitgehend dem Typ nährstoffarmer, tiefer Voralpenseen.

Beispiel Phytoplankton:

Mit der Zunahme der Nährstoffe stieg die Gesamt-Algenbiomasse an und es kam zu Algenblüten, die das Wasser grün färbten. Trotz deutlicher Phosphatreduktion in den 1980er Jahren verharrte die Gesamtbiomasse noch etwa 10 Jahre auf gleichbleibend hohem Niveau (ca. 1 mg/L), obwohl der Phosphatgehalt stetig abnahm. Die Abnahme der Biomasse in einzelnen Algenklassen wurde durch die Zunahme der Biomasse in anderen Algenklassen kompensiert. Dieser Hysterese-Effekt (Fortdauer einer Wirkung bei Wegfall der Ursache) ist in der Natur häufig zu beobachten. Heute liegt die Gesamtbiomasse wie Ende der 1950er Jahre bei ca. 0,5 mg/L. Die Veränderungen in den Nährstoffverhältnissen spiegeln sich auch in der Artenzusammensetzung wieder. Während mit zunehmender Eutrophierung die Kieselalgen der Gattung Cyclotella immer mehr verschwanden, traten verbreitet Arten der Gattung Stephanodiscus auf. Im Zuge der Reoligotrophierung übernahmen die Cyclotella-Arten wieder die Vorherrschaft, die typischerweise in einem oligotrophen See zu finden sind.

Beispiel Zooplankton:

Für das herbivore Zooplankton war mit dem Anstieg der Phytoplanktonbiomasse der Tisch reich gedeckt, so dass auch das Zooplankton zahlenmäßig zunahm. Für einige Arten wie Bosmina sp. und Daphnia galeata, die erst in den 1970er Jahren in den Bodensee eingewandert ist, zeigte sich eine enge Kopplung an die Trophieverhältnisse. Andere Arten verschwanden, z.B. wurde Diaphanosoma brachyurum 1962 im Plankton nicht mehr nachgewiesen. Erst seit dem Jahr 2001 findet man die Art wieder regelmäßig in den Planktonproben.









 

Seitenanfang Seite drucken

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz :