Technische Hintergründe

zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft   zum Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz   zum Ministerium für Verkehr und Infrastruktur   Autorenumgebung laden ...

Technische Hintergründe

 
Die Ermittlung der Lärmbelastung erfolgt ausschließlich durch Berechnung mir spezieller Software. Für die Erarbeitung der Lärmkarten wird ein 3-dimensionales Berechnungsmodell aufgebaut, in das die Verkehrswege und das Verkehrsaufkommen, die Geländeoberfläche und Gebäude, die Gebäudenutzung und Einwohnerzahl sowie Lärmschutzbauwerke (Wände, Wälle) eingehen. Je nach Lärmart werden weitere spezifische Kenngrößen berücksichtigt. Die strategischen Lärmkarten sind zu erarbeiten für
  • Ballungsräume,
  • Hauptverkehrsstraßen,
  • Haupteisenbahnstrecken,
  • Großflughäfen.

Strategische Lärmkarten sind getrennt für die oben genannten Schallquellen zu erstellen. Sie bestehen im Wesentlichen aus folgenden Informationen:
  • Einer graphischen Darstellung der Lärmsituation mit definierten Isophonen-Bändern und vorgegebenen Farben
  • Tabellarischen Angaben über die Zahl von Menschen, die in den jeweiligen Pegelklassen betroffen sind
  • Tabellarischen Angaben über lärmbelastete Flächen und über die Zahl der betroffenen Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser
  • Angaben über durchgeführte und laufende Lärmaktionspläne

 

Im Rahmen der Umgebungslärmrichtlinie werden Lärmindizes verwendet, die in Dezibel (dB(A)) angegeben werden. Diese Mittelungspegel beziehen sich auf einen Beurteilungszeitraum von einem Jahr. Ein Jahr ist das für die Schallemission ausschlaggebende und hinsichtlich der Witterungsbedingungen durchschnittliche Kalenderjahr. Die Mittelungspegel sind für verschiedene Tageszeiten zu berechnen:

  • Lday: 12 Stunden, beginnend um 6:00 Uhr (Taglärmindex)
  • Levening: 4 Stunden, beginnend um 18:00 Uhr (Abendlärmindex) und
  • Lnight: 8 Stunden, beginnend um 22:00 Uhr (Nachtlärmindex)

Aus diesen drei Werten wird zur Bewertung der Lärmbelästigung ein Index für den gesamten Tag (Lden, Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) berechnet (§ 2 der 34. BImSchV ). Zur Bewertung des besonders sensiblen Nachtzeitraums wird der Lnight herangezogen. Der Gesamttag- und der Nachtindex sind für jede Lärmart getrennt in den Lärmkarten darzustellen. Die Darstellung erfolgt farblich abgestuft in 5 dB(A)-Stufen mit vorgegebenen Farbwerten.

 

Seitenanfang Seite drucken

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz :