Holzbrennstoffe und ihre Lagerung

zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft   zum Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz   zum Ministerium für Verkehr und Infrastruktur   Autorenumgebung laden ...

Holzbrennstoffe und ihre Lagerung

 

Zulässige Brennstoffe:


Folgende Festbrennstoffe sind in Kleinfeuerungsanlagen zulässig:

1.
Steinkohlen, nicht pechgebundene Steinkohlenbriketts, Steinkohlenkoks
2.Braunkohlen, Braunkohlenbriketts, Braunkohlenkoks
3.Brenntorf, Presslinge aus Brenntorf
3a.
Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts nach DIN EN 1860, Ausgabe September 2005
4.
naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, insbesondere in Form von Scheitholz und Hackschnitzeln, sowie Reisig und Zapfen
5.
naturbelassenes nicht stückiges Holz, insbesondere in Form von Sägemehl, Spänen und Schleifstaub, sowie Rinde
6.
Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts nach DIN 51731, Ausgabe Oktober 1996, oder in Form von Holzpellets nach den brennstofftechnischen Anforderungen des DINplus-Zertifizierungsprogramms „Holzpellets zur Verwendung in Kleinfeuerstätten nach DIN 51731-HP 5“, Ausgabe August 2007, sowie andere Holzbriketts oder Holzpellets aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität



















Nur unter bestimmten Bedingungen (Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung von 30 Kilowatt oder mehr und nur in Betrieben der Holzbearbeitung oder Holzverarbeitung) sind zugelassen:

6.
gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten
7.
Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste, soweit keine Holzschutzmittel aufgetragen oder infolge einer Behandlung enthalten sind und Beschichtungen keine halogenorganischen Verbindungen oder Schwermetalle enthalten










Nur in automatisch beschickten Feuerungsanlagen sind unter erweiterten Bedingungen (Anforderungen an die Feuerungsanlage, Beschränkung auf bestimmte Betriebe)  zugelassen:

8.
Stroh und ähnliche pflanzliche Stoffe, nicht als Lebensmittel bestimmtes Getreide wie Getreidekörner und Getreidebruchkörner, Getreideganzpflanzen, Getreideausputz, Getreidespelzen und Getreidehalmreste sowie Pellets aus den vorgenannten Brennstoffen
13.
sonstige nachwachsende Rohstoffe, soweit diese die Anforderungen nach Absatz 5 einhalten








Lagerung:

Empfehlungen für Läger für Scheitholz im Freien

  • Schutz vor Niederschlägen (z. B. Vordach, Planen, Profilbleche)
  • Guter Luftzutritt (zugige, bevorzugt Sonnenlage)
  • Ausreichender Lüftungsabstand zu Gebäudewänden und zum Untergrund
  • Ausreichender Reihenabstand

 

Weitere Informationen: LWF Merkblatt Nr. 20 

 

Empfehlungen für die Lagerung von Holzhackschnitzeln

  • Schutz vor Niederschlägen (z. B. Vordach, semipermeable Planen, Profilbleche)
  • Guter Luftzutritt (Wärme- und Feuchteabfuhr)
  • aktive Trocknung oder Belüftungskühlung
  • Geringe Brennstoffanteile an Nadeln und Blättern (sind leicht mikrobiell angreifbar)
  • Geringe Feinanteile insbesondere bei nicht lufttrockenem Brennstoff
  • Vermeidung längerer Lagerdauern

 

Weitere Informationen: LWF Merkblatt Nr. 11

 

Empfehlungen für die Lagerung von Holzpellets

  • Abdichtung aller Spalten und Fugen zu den Wohn- und Betriebsräumen (Schutz vor Staubfreisetzung bei Luftstrombefüllung)
  • Ausrüstung des Lagers mit einer unverschließbaren Lüftung (natürliche Lüftung)
  • Vorkehrungen gegen Rückbrand zwischen Brennkammer und Lagerraum
  • regelmäßige Reinigung von Fördereinrichtungen und elektrischen Betriebsmitteln vom Pelletstaub
  • Warnhinweisschild am Zugang zum Lagerraum, das auf mögliche Gefahren durch Kohlenmonoxid hinweist

 

Weitere Informationen: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)


 



 

Seitenanfang Seite drucken

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz :