Recycling von Elektro- und Elektronikschrott

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Recycling von Elektro- und Elektronikschrott

 
Unter Elektronikschrott versteht man elektrische und elektronische Geräte oder deren Bauteile, die ihre vorgesehene Aufgabe nicht mehr erfüllen und daher nicht mehr benötigt werden (z.B. Computer, elektrische Haushaltsgeräte usw.).

Während die Anzahl der Elektrogeräte in den Haushalten und Betrieben zunimmt, sinken die Lebenszyklen der Geräte stetig. Wurden im Jahr 1995 in den Kommunen Baden-Württembergs 20 000 t Elektroaltgeräte gesammelt, so sind es im Jahr 2014 bereits 82 000 t.

Am 24. Oktober 2015 ist das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) in Kraft getreten und setzt damit die EU-Richtlinien 2012/19/EU (WEEE-Richtlinie ) über Elektro- und Elektronik- Altgeräte um. Die Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung (ElektroStoffV) vom 19. April 2013 in der Änderung vom 28. November 2014 beinhaltet die europarechtlichen Vorgaben der Richtlinie 2011/65/EU (RoHS ) zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.

Poster: Recyclingpraxis

Die Kosten für Entsorgung und Wiederverwertung werden den Herstellern auferlegt. Sie müssen Sammelbehälter bei den Kommunen bereitstellen und die Altgeräte dort abholen oder abholen lassen. Wichtig ist, dass bei der Entsorgung der Altgeräte ein möglichst hoher Anteil wiederverwendet oder stofflich verwertet wird. Je nach Gerätetyp sieht das Gesetz hier Mindestquoten von 50 bis 80 Prozent vor.
Damit alle neuen Elektrogeräte in den Rücknahmekreislauf gelangen, haben die Hersteller Geräte, die in privaten Haushalten genutzt werden können, mit dem Symbol der "durchgestrichenen Mülltonne" zu kennzeichnen. Das Symbol weist Sie darauf hin, dass dieses Gerät nicht über den Hausmüll (graue Tonne, gelbe Tonne, Biotonne, Papier oder Glas) entsorgt werden darf.Logo Recycling
Das alles bedeutet für den Hersteller, dass sie zukünftig bei der Produktion ihrer Geräte deren gesamte Lebensspanne - von der Gestaltung über die Registrierung und Kennzeichnung bis zur Entsorgung - in die Planung und Kostenkalkulation einbeziehen müssen. Die Geräte sollen von vornherein so gestaltet werden, dass sie nach ihrer Nutzung möglichst gut demontiert und ihre Bauteile und Werkstoffe wiederverwendet werden können.
 

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