Thermische Behandlung

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Thermische Behandlung

 
Die Ziele der thermischen Behandlung von Abfällen sind die Volumenreduktion und Inertisierung, die Zerstörung und Ausschleusung von Schadstoffen, die Gewinnung verwertbarer oder ablagerungsfähiger Fraktionen (Schlacke) und die Energiegewinnung. Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen sind z.b. Müllheizkraftwerke.

Poster: Aufbau eines Müllheizkraftwerkes

In modernen Müllheizkraftwerken werden Restabfälle unter Gewinnung von Strom und Prozesswärme verbrannt.

Nach der Eingangskontrolle der Ladung und der Verwiegung der Anlieferfahrzeuge wird der Abfall in den Müllbunker abgeladen. Sperriger Abfall wird zuvor oder im Bunkerbereich zerkleinert. Durch Krananlagen wird der Aufgabetrichter für die Kessel der Verbrennungslinien mit dem Abfall beschickt. Der Abfall wird zuvor mittels der Krananlage durchmischt, um einen möglichst gleichmäßigen Heizwert zu erzielen. Dies ist für eine optimale Verbrennung erforderlich.

Über den Aufgabetrichter gelangt der Abfall auf den dreistufigen Vorschubrost im Kesselraum des Verbrennungsofens. Durch die Bewegung der Roststäbe wird der Abfall durch den Ofen geschoben. Bei Temperaturen zwischen 850 und 1.100 Grad Celsius brennt der Abfall vollständig aus. Der Abfall verbrennt eigenständig, also ohne Zufuhr von weiteren Energieträgern. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird zur Erzeugung von Dampf genutzt, der in Strom und Fernwärme umgewandelt wird. Die erzeugte Energie wird sowohl für den Eigenbedarf des Müllheizkraftwerks genutzt als auch in das öffentliche Netz eingespeist.

Anschließend werden die Rauchgase durch eine aufwändige und moderne Rauchgasreinigungsanlage geleitet. Damit werden alle gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern meistens weit unterschritten. Die gereinigten Rauchgase werden über Schornsteine abgeleitet.

Über den Nassentschlacker wird die feuchte Schlacke (Verbrennungsrückstände) aus dem Gebäude zum Schlackeplatz transportiert.

Im Verbrennungsprozess sowie bei der Reinigung der Rauchgase fallen somit verschiedene Rest- bzw. Wertstoffe an:
  • Schlacke (unverbrannte Bestandteile aus dem Siedlungsabfall)
  • Flugstaub (grobe Stäube aus der Rauchgasreinigung)
  • Reaktionssalze (feine Stäube und Reaktionsprodukte aus der Rauchgasreinigung)

Die Verbrennungsrückstände werden ständig analysiert und einer umweltverträglichen Verwertung zugeführt.
 

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