Rote Listen

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Rote Listen

 
Von oben nach unten: Heller Wiesenknopf- Ameisen-Bläuling (M. Waitzmann), Haselmaus (M. König), Bienenfresser (J. Rathgeber), Arnika (U. Herkommer), Äskulapnatter (M. Waitzmann)Rote Listen sind Verzeichnisse gefährdeter, verschollener und ausgestorbener Tier- und Pflanzenarten. Sie geben Auskunft über den Gefährdungsgrad einzelner Arten und beziehen sich immer auf ein bestimmtes Gebiet wie beispielsweise ein Bundesland oder einen Naturraum.

Auch wenn Rote Listen kein juristisches Element sind und der Schutzstatus einer Art nicht aus ihnen hervorgeht, so sind sie für den Naturschutz doch unverzichtbar. Der Auftrag zur Erstellung der Listen ist daher im Landesnaturschutzgesetz (§39 NatSchG) verankert.

Rote Listen dienen...
  • der Information von Öffentlichkeit und Behörden über die Gefährdung einzelner Tier- und Pflanzenarten
  • der Prioritätensetzung im Arten- und Biotopschutz
  • als Entscheidungshilfen bei der Landschafts- und Eingriffsplanung
  • als Argumentationshilfe bei Schutzgebietsausweisungen
  • als Entscheidungshilfe für den rechtlichen Schutz von Arten
Erstellt werden sie von sachkundigen Spezialisten und Wissenschaftlern und müssen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Verteilung gefährdeter und ungefährdeter Arten einzelner Artengruppen.In der Regel werden zur Einstufung die Kategorien 0 (ausgestorben oder verschollen), 1 (vom Aussterben bedroht), 2 (stark gefährdet), 3 (gefährdet), R (extrem seltene Art oder Art mit geographischer Restriktion), G (Gefährdung anzunehmen, aber Status unbekannt), D (Daten defizitär), V (Vorwarnliste) und * (nicht gefährdet) verwendet. Während die Kategorien 0, 1, 2, 3, R und G als Gefährdungskategorien definiert werden und zur Roten Liste im engeren Sinne gehören, stehen die Kategorien D, V und * außerhalb der Roten Liste und werden als (noch) nicht gefährdet definiert.


Eine Übersicht der aktuellen Roten Listen finden Sie hier: aktuelle Listen
 

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