Geschützte Arten

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Geschützte Arten

 
Von oben nach unten: Heller Wiesenknopf- Ameisen-Bläuling (M. Waitzmann), Haselmaus (M. König), Bienenfresser (J. Rathgeber), Arnika (U. Herkommer), Äskulapnatter (M. Waitzmann)
Eine zentrale Rolle im Bemühen, die Artenvielfalt zu sichern, kommt dem gesetzlichen Artenschutz zu. Hier lassen sich allgemeiner und besonderer Artenschutz unterscheiden:

Allgemeiner Artenschutz
Der allgemeine Artenschutz gilt für alle wildlebenden Tiere und Pflanzen. So ist es unter anderem verboten, wildlebende Pflanzen- und Tierarten ohne vernünftigen Grund ihrem Standort zu entnehmen, sie zu schädigen, zu fangen, zu töten oder ihre Lebensstätten ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Diese Schutzbestimmungen sind  § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes zu entnehmen.

Besonderer Artenschutz
Eine Reihe von Arten - besonders und streng geschützte - unterliegen dem besonderen Artenschutz. Für sie gelten bestimmte Zugriffs-, Besitz- und Vermarktungsverbote. Den höchsten Schutzstatus genießen die streng geschützten Arten. Diese Regelungen finden sich in § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes.

Neben dieser nationalen Ebene des Artenschutzrechts gibt es noch eine Vielzahl von internationalen und europäischen Abkommen, Richtlinien und Verordnungen zum Schutz bedrohter Arten. Zu den wichtigsten gehören:

Washingtoner Artenschutzübereinkommen
Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) regelt den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Bis heute sind über 170 Staaten dem WA beigetreten; Deutschland gehört seit 1976 zu den Mitgliedsstaaten.

EG-Artenschutzverordnung
Durch die EG-Artenschutzverordnung 338/97 wird das Washingtoner Artenschutzübereinkommen in der Europäischen Union umgesetzt.

FFH-Richtlinie
Die FFH-Richtlinie trat 1992 in Kraft und ist eine der wichtigsten Richtlinien der Europäischen Union für den Natur- und Artenschutz.

Vogelschutzrichtlinie
Die Vogelschutzrichtlinie trat bereits 1979 in Kraft und regelt den Schutz der wildlebenden Vogelarten und ihrer Lebensräume in der Europäischen Union.

 

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