Lärmkarten 2007 (Stufe 1)

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Lärmkarten 2007 (Stufe 1)

 
Die EU-Umgebungslärmrichtlinie legt ein europaweit einheitliches Konzept fest, um vorzugsweise schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu vermeiden oder zu mindern. Sie verpflichtet u. a. zur Erfassung der Lärmbelastung durch Umgebungslärm und zur Darstellung der Ergebnisse in Form von Lärmkarten – getrennt für Ballungsräume über 250.000 Einwohner, Hauptverkehrsstraßen, Haupteisenbahnstrecken und Großflughäfen.

Auf den folgenden Seiten werden die Ergebnisse der ersten Stufe der Umgebungslärmkartierung für Baden-Württemberg für die Bereiche Straßenverkehr, Flugverkehr und NE-Bahnen vorgestellt. Neben den Lärmkarten ist auch eine sogenannte Lärmbelastungs- oder Betroffenheitsanalyse mit Aussagen u.a. zur Anzahl der von Lärm belasteten Menschen in den von der Lärmkartierung betroffenen Gemeinden verfügbar. Die Ballungsräume Karlsruhe, Mannheim und Stuttgart kartieren ihre Gemeindeflächen selbst. Die Lärmbelastung der bundeseigenen Schienenstrecken wird deutschlandweit vom Eisenbahn-Bundesamt erfasst und veröffentlicht.

Die Grundlage der Lärmkarten ist die Berechnung des Umgebungslärms nach bundeseinheitlichen Berechnungsverfahren. In der ersten Stufe sind die Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 6 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr, Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen pro Jahr und Großflughäfen mit mehr als 50.000 Flugbewegungen zu erfassen.

In den Karten wird die Lärmsituation – getrennt nach Lärmarten – mit zwei verschiedenen Lärmindizes dargestellt:

Der Lärmindex LDEN ist ein Maß für die ganztägige Lärmbelastung (24 Stunden). Laute Pegel am Abend (18-22 Uhr) und in der Nacht (22-6 Uhr) werden dabei stärker berücksichtigt als Pegel am Tage (6-18 Uhr). Der LDEN ist nicht direkt mit dem Tag-Pegel der nationalen Berechnungsvorschriften vergleichbar!

Der Lärmindex LNight ist ein Maß für die durchschnittliche Lautstärke in den Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr, die aus Sicht der Gesundheitsvorsorge (Vermeidung von Schlafstörungen) besonders bedeutsam sind.

Hinweise zu den Lärmkarten:
  • Am 11.1.2008 wurden einige aktualisierte Karten ins Internet gestellt, in deren Bereich Straßenabschnitte mit lärmoptimiertem Straßenbelag (offenporige Asphaltdecke) nachberechnet wurden. Diese Karten tragen das Erstellungsdatum 17.12.2007. Durch die Nachberechnung haben sich bei einigen Gemeinden auch die Zahlenwerte in der Betroffenheitsanalyse geändert. Die Analyse wurde ebenfalls aktualisiert (Stand 9.1.2008). Die betroffenen Gemeinden wurden informiert.
  • Am 12.10.2007 wurde eine aktualisierte Version der Lärmkarten für Straßenlärm ins Internet gestellt, bei der gegenüber der am 10.9.2007 veröffentlichten Version noch einige Berechnungsfehler (vor allem im Zusammenhang mit Tiefgaragen und Brücken) bereinigt wurden. Die aktualisierten Karten tragen das Erstellungsdatum 17.9.2007.
  • Die LUBW behält sich vor, die im Internet angebotenen Lärmkarten auszutauschen, falls im Interesse einer verbesserten Darstellung der Lärmsituation eine Nachberechnung erforderlich sein sollte. Geänderte Karten sind am abweichenden Erstellungsdatum erkennbar.
  • Bezugsjahr für die Lärmkartierung ist das Jahr 2006. Die meisten der für die Lärmberechnung verwendeten Daten stammen aus diesem Jahr. Für die Berechnung des Straßenlärms wurden die aktuellsten bei der Landesstelle für Straßentechnik verfügbaren Verkehrszähldaten der Straßenverkehrszählung 2005 verwendet, ergänzt um Angaben der Kommunen.
  • Das Originalformat der Lärmkarten ist DIN A2; der angegebene Maßstab 1: 15.000 bezieht sich auf dieses Format. Der Ausdruck der Karten ist auch in anderen Formaten möglich, allerdings ändert sich dadurch der Darstellungsmaßstab.
 

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