Westlicher Bodensee und Hegau

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Westlicher Bodensee und Hegau

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 30.400 ha

Biotoptypendavon
Siedlung5%
Ackerbau17%
Wein- und Obstplantage7%
Streuobst2%
Grünland20%
Nadelwald2%
Windwurf< 1%
Laubwald13%
Mischwald15%
Wasserfläche18%
Feuchtflächen2%
Sonstiges< 1%
sonstige Biotoptypen: Felswände, Blockhalden, Steinbrüche, Kiesgruben, Toteislöcher, Schluchten, Tobel, Drumlins

Landschaftsräume

Voralpines Hügel- und Moorland (1)

Berührte Kreise

Konstanz (Regierungsbezirk Freiburg)

Großflächige Naturschutzziele

  • Sicherung aller Moore und Extensivierung ihrer Wassereinzugsgebiete
  • Erhaltung und naturnahe Entwicklung repräsentativer Waldbestände
  • Sicherung und naturnahe Entwicklung der wichtigsten Stillgewässer und Riede sowie Extensivierung ihrer Wassereinzugsgebiete
  • Sicherung und Entwicklung der Flachwasserbereiche des Bodensees und der naturnahen Uferabschnitte sowie Sicherung der wichtigsten Vogelrastplätze
  • Extensivierung und Erhaltung des Feuchtgrünlands

Weitere Naturschutzziele

  • Sicherung aller Trockenstandorte und Magerrasen
  • Schonende Behandlung und naturnahe Entwicklung der Fließgewässer und ihrer Uferbereiche
  • Erhaltung der glazialmorphologischen Formen
  • Erhaltung der Basalt- und Phonolit-Kuppen im Hegau mit ihrer spezifischen Vegetation
  • Erhaltung und Förderung der landschaftsprägenden Streuobstwiesen
  • Grundwasserschutz

Das Gebiet ist typisch / einmalig für Baden-Württemberg (und auch für das Bundesgebiet) weil es den letzten unregulierten Alpenrandsee mit großflächigen Flachwasserzonen umfaßt, die ein wichtiges Vogelrast- und Überwinterungsgebiet darstellen; einzigartig sind auch der glaziale Formenschatz im westlichen Bodenseegebiet (Drumlin-Landschaft) und die aus Basalten und Phonoliten aufgebauten Vulkankegel im Hegau.

Kurzbeschreibung

Landschaftsbestimmend sind im westlichen Bodenseegebiet der See mit seinen großflächigen Flachwasserzonen und ausgedehnten Riedgebieten im Überschwemmungsbereich sowie die eiszeitlich gebildete Moränen- und Drumlinlandschaft (Endmoränenzüge, Grundmoränen-auflagen, zahlreiche Toteislöcher und Eisrandstauseen).
Durch Verlandung der eiszeitlich gebildeten Seen entstanden viele Moore. Niederschlagssummen von 750 bis 950 mm und ein relativ günstiges Wärmeklima (8,5° - 9,5 °C als Jahresmittel) sind bezeichnend.
Aufgrund der Wasserstandsschwankungen zwischen Winter und Sommer sind die Schilf- und Flachwasserzonen ein europaweit wichtiges Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für viele Vogelarten.
Die Landschaft des Hegaus wird von vulkanischen Bergkegeln aus Basalten und Phonolithen geprägt, die aus ihrer Umgebung herausragen. Charakteristisch für den Hegau sind ferner ausgedehnte, artenreiche Halbtrockenrasen und Magerrasen sowie Streuobstbestände. Der Waldanteil ist mit ca. 20 % relativ gering. Die durch Beckenlage und niedrige Höhenlage bedingte klimatische Begünstigung zeigt sich im Vorkommen zahlreicher thermophiler Arten.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: 32
  • Anzahl der Streusiedlungen: zahlreiche Einzelhöfe

Vorhandene wesentliche Störungen

  • A 89 Stockach - Singen (AK)
  • A 81 Singener Autobahnkreuz - Hilzingen
  • B 33 Autobahnkreuz Singen - Konstanz
  • Verbindungsstraße zwischen Moos und Radolfzell
  • Intensive Landwirtschaft und Gartenbau (v. a. auf der Insel Reichenau und zwischen Duchtlingen und Hilzingen)
  • Wassersport
  • Ausbau von Verkehrstrassen
  • Siedlungserweiterungen


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