Mittlere Alb - Lautertal / Landkreis Reutlingen

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Mittlere Alb - Lautertal / Landkreis Reutlingen

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 35.500 ha

Biotoptypen
davon
Siedlung 2%
Ackerbau 18%
Wein- und Obstplantage < 1%
Streuobst < 1%
Grünland 35%
Nadelwald 8%
Windwurf < 1%
Laubwald 22%
Mischwald 15%
Wasserfläche 0%
Feuchtflächen < 1%
Sonstiges < 1%
sonstige Biotoptypen: Felsen, Schluchten

Landschaftsräume

Mittlere Alb (4)

Berührte Kreise

Sigmaringen, Reutlingen, Biberach, Donau-Alb-Kreis, Zollern-Alb-Kreis (Regierungsbezirk Tübingen)

Großflächige Naturschutzziele

  • Großflächiger Schutz repräsentativer Waldbestände (Schluchtwälder)
  • Erhaltung von Magerrasen und Wacholderheiden

Weitere Naturschutzziele

  • Erhaltung der primären Xerotherm- und Felskomplexe (Felsbereiche mit Höhlen, Blockhalden und Dolinen) unter Einbeziehung entsprechender trockenwarmer Kulturbiotope (Steinriegel)
  • Erhaltung und schonende Behandlung der Fließgewässer mit ihren Uferbereichen und kleineren Stillgewässer (Hülen) sowie Erhaltung und Extensivierung der Talwiesen und Riede
  • Erhaltung und Förderung von Hecken, Feldgehölzen und Ackerterrassen

Das Gebiet, eine recht dünn besiedelte, herkömmlich landwirtschaftlich genutzte Hochlage (500 - 800 m NN) mit extensiv genutztem Schluchtwald, vielen Hecken, Schafweiden und zahlreichen unberührten Bächen kann als typisch / einmalig für Baden-Württemberg angesehen werden.

Kurzbeschreibung

Für heutige Verhältnisse magere, steinige Äcker mit über die Jahrhunderte ausgearbeiteten Terrassen, Lesesteinriegeln und darauf angesiedelten Hecken sowie weitläufigen Schafdriften charakterisieren die Kulturlandschaft der Alb. Mit ihr eng verzahnt sind die Schluchttäler der nach Süden entwässernden Flüsse (im abgegrenzten Gebiet: Große Lauter und Tiefentalbach mit ihren Nebenflüssen).

Die Täler sind durchgängig von Laubwäldern an steilen Hängen begleitet. Diese Schluchtwälder der wärmeliebenderen Ausprägung gehen nach oben über in charakteristische Steppenheidewälder mit Eiche, Felsenbirne und diversen Glazialrelikten.

In den Albtälern war die Wässerwiesenbewirtschaftung bis ins letzte Jahrhundert weit verbreitet. Typische Naßwiesen, Frischwiesen und Flutrasen sind neben den zugehörigen Hochstaudengesellschaften hier noch erhalten.

Auf den zwischen den Tälern liegenden Jurahochflächen dominieren bis heute auf relativ flachgründigen Böden die früher großflächig zusammenhängenden "Sommerschafweiden" oder Wacholderheiden. Weiden, Magerwiesen, Hutewälder und Holzwiesen sind noch vor rund 200 Jahren nahtlos ineinander übergegangen. Die heute oft kleinflächig über die Alb verstreuten Restbestände sind entweder der Intensivierung oder der Aufforstung entgangen. Immerhin umfassen sie allein im Kreis Reutlingen noch etwa 1.400 ha.

Erwähnt werden müssen auch die zwar kleinflächigen aber dafür in ihrem Reliktcharakter um so bedeutenderen Sonderstandorte, wie die Trockenrasen auf Dolomitkalk bei Trochtelfingen und die Arnika-Borstgrasrasen.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: ca. 30
  • Anzahl der Streusiedlungen: ca. 10

Vorhandene wesentliche Störungen

  • B 312

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Baden-Württemberg: