Albtrauf

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Albtrauf

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 98.000 ha

Biotoptypen
davon
Siedlung 3%
Ackerbau 7%
Wein- und Obstplantage 1%
Streuobst 2%
Grünland 34%
Nadelwald 5%
Windwurf 1%
Laubwald 34%
Mischwald 13%
Wasserfläche < 1%
Feuchtflächen < 1%
Sonstiges < 1%
sonstige Biotoptypen: Klingen, Felswände, Felsköpfe, Höhlen, Dolinen

Landschaftsräume

Südwestalb (3) / Mittlere Alb (4) / Ostalb (5) / Keuper-Lias-Land (6)

Berührte Kreise

Esslingen, Göppingen, Ostalbkreis, Alb-Donau-Kreis, Reutlingen, Tübingen, Zollernalbkreis (Regierungsbezirke Stuttgart und Tübingen)

Großflächige Naturschutzziele

  • Großflächiger Schutz repräsentativer Waldbestände unter besonderer Berücksichtigung der Hangwälder am Albtrauf und an den Talhängen
  • Erhaltung von Magerrasen und Wacholderheiden
  • Erhaltung und naturnahe Entwicklung der Fließgewässer mit ihren Uferbereichen
  • Erhaltung und Förderung des Streuobstanbaus mit extensiver Grünlandnutzung

Weitere Naturschutzziele

  • Erhaltung der primären Xerotherm- und Felskomplexe
  • Erhaltung und natürliche Entwicklung kleinerer Fließgewässer und kleiner Stillgewässer (Hülen)
  • Erhaltung und Extensivierung der Talwiesen und Riede
  • Sicherung der Felsschluchten und Klingen mit ihrer typischen Vegetation
  • Boden- und Grundwasserschutz
  • Erhalt des Landschaftsbildes und Erholungsvorsorge

Das Gebiet ist typisch / einmalig für Baden-Württemberg und das Bundesgebiet, weil es große Teile des Albtraufs mit seinen Hangbuchenwäldern und Magerrasen in selten schöner Ausprägung umfaßt. Auch ein Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung liegt zum Teil im abgegrenzten Gebiet.

Kurzbeschreibung

Das vorgeschlagene Gebiet umfaßt große Teile des Albtraufs in den Regierungs­bezirken Stuttgart und Tübingen. Außerdem wurden Teile des Albvorlandes mit seinen Streuobst­beständen miteinbezogen. Somit liegt ein Teil des Vogelschutzgebietes von internationaler Bedeutung, IBA Nr. 108 (Steinkauz, Rotrückenwürger, Pirol, Wiedehopf, Spechte u.a.), im Gebiet. Das obere Filstal beinhaltet zahlreiche kleinflächiger Naturschutz­gebiete. Dies sind vorwiegend Magerrasen und Wacholderheiden, die botanisch und faunistisch sehr wertvoll sind. Die Hangbuchenwälder mit Felskomplexen (u. a. Naturschutzgebiet Hausener Wand) sind recht naturnah.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: ca. 40
  • Anzahl der Streusiedlungen: über 100 (Rehgebirge, Einzelhöfe)

Vorhandene wesentliche Störungen

  • Autobahnen A 8
    Neubautrasse bei Mühlhausen-Gostal (Planung)
  • Neubahntrasse Bundesbahn (H-Trasse) (Planung)
  • Bundesstraße B 10, B 466
  • Kleine Deponien, z. B. Kuchen/Attenried, Krähenstein/Deponie, Deponie Bad Ditzenbach, Deponie Stadler/Salach
  • Steinbrüche z.B. bei Gruibingen und Neuffen
  • Asphaltbrechanlage Gruibingen
  • Neuaufforstungen am Trauf und an traufnahen Hängen
  • Siedlungsentwicklung in Hangbereichen und Talauen

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