Mittleres Wutachland - Klettgaurücken

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Mittleres Wutachland - Klettgaurücken

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 44.900 ha

Biotoptypen
davon
Siedlung 2%
Ackerbau 23%
Wein- und Obstplantage 1%
Streuobst 1%
Grünland 32%
Nadelwald 9%
Windwurf < 1%
Laubwald 14%
Mischwald 17%
Wasserfläche < 1%
Feuchtflächen < 1%
Sonstiges < 1%
sonstige Biotoptypen: Felswände, Blockhalden, Steinriegel, Steinbrüche, Sandgruben, Kiesflächen, Dolinen, Höhlen, Schluchten, Klingen, Pionierstandorte

Landschaftsräume

Südliche Gäuplatten (7) / Südschwarzwald (14)

Berührte Kreise

Waldshut, Schwarzwald-Baar-Kreis, Breisgau-Hochschwarzwald (Regierungsbezirk Freiburg)

Großflächige Naturschutzziele

  • Erhaltung und naturnahe Entwicklung repräsentativer Waldbestände
  • Erhaltung und weitere Extensivierung der Grünlandnutzung
  • Erhaltung der reich gegliederten Heckenlandschaft der Südbaar

Weitere Naturschutzziele

  • Natürliche/naturnahe Entwicklung der Fließgewässer mit ihren Uferbereichen
  • Erhaltung der Moore und Riede
  • Umwandlung von Ackerflächen in Grünland
  • Wissenschaftliche Bedeutung der Wutachschlucht

Das Gebiet ist typisch / einmalig für Baden-Württemberg und das Bundesgebiet, weil es eine geologisch und biologisch einzigartige Flußlandschaft umfaßt.

Kurzbeschreibung

Das Gebiet ist eine vorwiegend von den Hochflächen des Muschelkalks geprägte Landschaft zwischen Schwarzwald, Randen und Hochrhein. Die Hochfläche ist durch die tiefen Täler und Schluchten der Wutach und ihrer Nebenflüsse stark zertalt.

Die tiefen Schluchten erschließen die gesamte Schichtenfolge der süddeutschen Trias und des Jura (Wutachschlucht). Im Nordosten erhebt sich die Baaralb mit markanten Tafelbergen wie dem Buchberg und Eichberg als Auslieger der Weißjurastufe. Im Süden bildet die Weißjurastufe des Klettgaurückens mit Erhebungen bis 690 m ü. NN die Grenze des Gebietes.

Der Waldanteil ist relativ gering. Schwerpunkte sind die Talhänge der Haupttäler Wutach und Steina sowie der Trauf der Weißjurastufe der Baaralb und des Klettgaurückens. Hier herrschen buchenreiche Wälder vor, teilweise in Verbindung mit hervorragend ausgebildeten Saumgesellschaften. Im Süden sind bei warm-trockenem Klima auch größere Flaumeichenbestände anzutreffen.

Die landwirtschaftliche Nutzung auf den Muschelkalkböden ist eine überwiegend intensive Ackerwirtschaft; die Grünlandflächen befinden sich vor allem in den Hanglagen oder in grundfeuchten Mulden mit schweren Böden (Extensivgrünland über Vertragsnaturschutz nimmt größere Flächen ein). Hochfläche und Abfall des Klettgaurückens sind durch einen überdurchschnittlichen Anteil von Extensivgrünland gekennzeichnet.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: 27
  • Anzahl der Streusiedlungen: 16

Vorhandene wesentliche Störungen

  • Intensive Landwirtschaft, vor allem Ackernutzung auf den Hochflächen
  • B 31 zwischen Rötenbach und Döggingen
  • Aufforstungen extensiven Grünlands
  • Golfplatz bei Bettmaringen
  • Tourismus in der Wutachschlucht
  • B 314 neu
  • Entwässerung von Hangquellmooren

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