Südschwarzwald

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Südschwarzwald

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 81.500 ha

Biotoptypen
davon
Siedlung 1%
Ackerbau < 1%
Wein- und Obstplantage < 1%
Streuobst < 1%
Grünland 26%
Nadelwald 27%
Windwurf < 1%
Laubwald 15%
Mischwald 29%
Wasserfläche 1%
Feuchtflächen < 1%
Sonstiges < 1%
sonstige Biotoptypen: Felswände, Blockhalden, Steinriegel, Steinbrüche, Kare, Schluchten, Schutthalden


Landschaftsräume

Südschwarzwald (14)

Berührte Kreise

Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut (Regierungsbezirk Freiburg)

Großflächige Naturschutzziele

    • Erhaltung des von extensiver Grünlandwirtschaft geprägten Landschaftsbildes durch Erhaltung und Förderung von extensiv genutztem Grünland
    •  Erhaltung und natürliche/naturnahe Entwicklung von repräsentativen Waldbeständen der Tal- und Berglagen

Weitere Naturschutzziele

    • Sicherung der Moore und Moorwälder
    • Sicherung der natürlichen/naturnahen hochmontan-subalpinen Vegetationskomplexe
    • Natürliche/naturnahe Entwicklung der Fließgewässer mit ihren Uferbereichen und extensive Nutzung der Talwiesen
    • Sicherung der Kare, Felsen und Blockhalden sowie natürliche Entwicklung ihrer typischen Vegetation
    • Erhaltung des glazialmorphologischen Formenschatzes

Das Gebiet ist typisch / einmalig für Baden-Württemberg wegen der subalpinen Vegetationskomplexe, der altbäuerlichen Kulturlandschaft, des Reichtums an Mooren und der Eiszeitrelikte.

Kurzbeschreibung

Großflächiges, im kristallinen Grundgebirge (Gneise und Granite) gelegenes Gebiet, das den Hauptteil des Naturraums Südschwarzwald mit seinen höchsten Erhebungen (bis ca. 1 500 m) umfaßt.

Es ist in zwei auffällig unterschiedliche Landschaftstypen gegliedert:

  • den Kammschwarzwald im Westen mit seinen tief eingeschnittenen, steilen Tälern (z. B. Zastlertal, St. Wilhelmer Tal, Höllental, Wiesetal) und
  • den Hochflächenschwarzwald im Osten mit seinem nach Südosten abfallenden, danubischen Flachrelief.

Eine naturräumliche Untereinheit des Hochflächenschwarzwaldes ist der Hotzenwald. Er ist eine in mehreren Stufen von Nordwesten nach Südosten abfallende, reich bewegte Abdachungsfläche mit zum Teil größeren Vermoorungen. Die Hochfläche wird im Süden und Südosten von einigen steilen Tälern und Felsschluchten zerschnitten (Wehra, Alb, Schwarza, Schlücht).

Die Bereiche des westlichen Kammschwarzwaldes sind durch ein regenreiches, in den höchsten Lagen sehr kühles Klima gekennzeichnet. Auf den Hochflächen im Osten herrscht ein kaltes, subkontinental getöntes Gebirgsklima vor.

Das Südschwarzwaldgebiet weist einen überaus reichen glazialen Formenschatz (Kare, Zungenbecken, Endmoränenwälle, Grundmoränen) auf. An primärwaldfreien Standorten der Gipfellagen konnten einige reliktische, arktisch-alpin verbreitete Arten der Eiszeiten überdauern und sich z. T. sekundär ausbreiten.

Die eiszeitliche Überformung des Gebietes begünstigte die Entstehung zahlreicher Moortypen.

Der Waldanteil ist im gesamten Gebiet hoch, wobei der Nadelholzanteil von Westen nach Osten zunimmt. Entsprechend den standörtlichen Gegebenheiten überwiegt der Grünlandanteil den ackerbaulich genutzten Anteil bei weitem. Ein Großteil des Grünlands sind extensiv bewirtschaftete Allmendweiden (Flügelginsterweiden, Borstgrasrasen).

Das abwechslungsreiche Mosaik aus Wald, größeren Weiden, Wiesen und kleinen eingestreuten Ackerflächen sowie Mooren charakterisiert die gewachsene bäuerliche, besonders erhaltenswerte Kulturlandschaft.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: 52
  • Anzahl der Streusiedlungen: 27

Vorhandene wesentliche Störungen

    • Tourismus, mit besonders negativen Auswirkungen im Bereich Feldberg und Belchen
    • Aufforstung extensiven Grünlands
    • Waldsterben

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Baden-Württemberg: