Kaiserstuhl

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Kaiserstuhl

 
Kartenausschnitt dieser Gebietskulisse
Gebietsgröße: 9.200 ha

Biotoptypen
davon
Siedlung 3%
Ackerbau 5%
Wein- und Obstplantage 50%
Streuobst 14%
Grünland 5%
Nadelwald < 1%
Windwurf < 1%
Laubwald 21%
Mischwald 2%
Wasserfläche < 1%
Feuchtflächen < 1%
Sonstiges < 1%
sonstige Biotoptypen: Felsen, Steinbrüche, Hohlwege, Lößwände

Landschaftsräume

Kaiserstuhl (18)

Berührte Kreise

Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald (Regierungsbezirk Freiburg)

Großflächige Naturschutzziele

  • Erhaltung und natürliche/naturnahe Entwicklung repräsentativer Waldbestände und Fortführung von Nieder- und Mittelwaldwirtschaft an geeigneten Stellen
  • Sicherung und Erhaltung der zusammenhängenden großen Halbtrockenrasen und Trockenrasen-Gebiete

Weitere Naturschutzziele

  • Sicherung und natürliche/naturnahe Entwicklung der übrigen Trockenstandorte
  • Erhaltung der Hohlwege und Lößwände
  • Natürliche/naturnahe Entwicklung von Brachflächen und Lößböschungen
  • Natürliche/naturnahe Entwicklung der Steinbrüche
  • Erhaltung des Landschaftsbildes
  • Erhaltung kleinterrassierter Weinberge
  • Erhaltung wichtiger Zeugnisse des Kaiserstuhl-Vulkanismus

Das Gebiet ist typisch / einmalig für Baden-Württemberg aufgrund des Vorkommens zahlreicher pontischer und mediterraner Florenelemente.

Kurzbeschreibung

Der Kaiserstuhl ist ein kleines, inselartiges Gebirge mit einer einmaligen Sonderrolle in der Landschaft der Oberrheinebene. Sein geologischer Unterbau besteht vorwiegend aus vulkanischen Gesteinen. Die Gesteine sind großflächig von einer Lößdecke überzogen.

Die Landschaft des Kaiserstuhls ist in die Vulkankuppenlandschaft des West-Kaiserstuhls, den höheren Zentral-Kaiserstuhl und in die vorbergähnliche Platten- und Riedellandschaft des Ost-Kaiserstuhls gegliedert.

Lößböden und warmes Klima sind bezeichnend.

In höheren Lagen sind Flaumeichenwälder mit ihren Saumgesellschaften, Eichen-Hainbuchenwälder und ehemalige Niederwälder, sowie Felsfluren, Trocken- und Halbtrockenrasen entwickelt. Zahlreiche Arten aus dem südosteuropäischen Steppengebiet und dem mediterranen Raum stellen extra-zonale Relikte einer vor 8 000 - 11 000 Jahren eingewanderten, lichtbedürftigen und trockenresistenten Vegetation dar.

Das Bild der bäuerlichen Kulturlandschaft im Altsiedelland Kaiserstuhl wird geprägt durch die Sonderkulturen Wein- und Obstbau.

In die gewachsenen kleinräumigen Weinbergsstrukturen sind Hohlwege, artenreiche Böschungen und Lößwände eingestreut.

Ortschaften/Streusiedlungen

  • Anzahl der Ortschaften: 7
  • Anzahl der Streusiedlungen: 2

Vorhandene wesentliche Störungen

  • Flurbereinigte Großterrassen
  • Intensive Bewirtschaftung der Weinberge und Obstanlagen
  • Steinbrüche und ihre Erweiterungen


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