Vermarktung von Produkten aus Streuobst hilft seltenen Arten

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Vermarktung von Produkten aus Streuobst hilft seltenen Arten

 
Streuobstwiese (M.Witschel)
Wendehals (H.Dannenmayer)
Streuobstwiesen mit ihren hochstämmigen und großkronigen Baumgestalten prägen viele Landschaftsteile Baden-Württembergs. Sie erfreuen nicht nur den erholungssuchenden Menschen, sondern sind auch Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Wendehals und Steinkauz haben hier ihre Heimat. In den vergangenen 50 Jahren sind die Streuobstbestände jedoch drastisch zurückgegangen. Dazu haben die Zunahme von Obst aus Intensivobstplantagen und der gestiegene Import billiger Saftkonzentrate aus dem Ausland beigetragen.

Streuobstwiesen sind mühsam zu bewirtschaften und die Preise für Mostobst sind stark gesunken. Um den Abwärtstrend aufzuhalten, müssen sich Pflege und Ernte wieder lohnen.

PLENUM fördert auch hier auf allen Ebenen:
  • Maschinen erleichtern die Pflege der Bäume und das Aufsammeln des Obstes.
  • Durch Projekte zur Förderung der Vermarktung kann der Absatz gesteigert werden, so dass der Erhalt der Streuobstwiesen wieder rentabel wird. Beispiele hierfür sind die Aufpreisinitiativen Schneewittchen und Kreisapfelsaft Böblingen im PLENUM-Gebiet Heckengäu oder Ebbes Guads im PLENUM-Gebiet Schwäbische Alb. Die Lieferanten von Äpfeln und Birnen von Streuobstwiesen erhalten einen Aufschlag auf den ortsüblichen Marktpreis.
  • Aber auch Umweltbildung ist wichtig, um schon früh das Interesse an diesen wertvollen Lebensräumen zu wecken. Das geschieht z.B. durch PLENUM-geförderte Streuobsttage an Schulen. Regionale Streuobst-Veranstaltungen sensibilisieren den Verbraucher und wecken die Lust auf heimische Säfte aus Streuobst. 

Der Verbraucher erhält gesunden regionalen Genuss und der Wendehals behält seinen Lebensraum.


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