Anlagentechnik

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Anlagentechnik

 
Flüssiggasanlagen sind in Europa in Bezug auf ihre Beschaffenheit nach der europäischen Druckgeräterichtlinie (RL 97/23/EG) herzustellen bzw. in Verkehr zu bringen. Diese gilt für die Auslegung, Fertigung und Konformitätsbewertung von Flüssiggas-Druckgeräten und Baugruppen mit einem maximal zulässigen Druck (PS) von über 0,5 bar.

Zur Erfüllung der grundlegenden Sicherheitsanforderungen der Druckgeräterichtlinie kann das deutsche AD 2000-Regelwerk angewandt werden, vornehmlich für die Konformitätsbewertung nach den Modulen „G“ und „B + F“. Auch Regelwerke aus anderen europäischen Ländern können angewendet werden (zum Beispiel Britisch Standard, CODAP). Die Anwendung anderer technischer Regeln nach dem Stand der Technik setzt allerdings die Beachtung des Gesamtkonzeptes des jeweiligen Regelwerkes voraus.

Die beispielhaften Beschaffenheitsanforderungen für Flüssiggasanlagen in vorliegendem Nachschlagewerk beziehen sich ausschließlich auf die Anforderungen aus dem AD 2000-Regelwerk.

Im Wesentlichen handelt es sich dabei um folgende AD 2000-Merkblätter
  • HP 801 Nr. 25 Anlage (Besondere Druckbehälter - Flüssiggaslagerbehälteranlagen)
  • HP 100 R (Bauvorschriften für Rohrleitungen aus metallischen Werkstoffen)
  • HP 120 R (Bauvorschriften für Rohrleitungen aus thermoplastischen Kunststoffen)


Anforderungen an den Betrieb von Flüssiggasanlagen sind in Europa noch national geregelt. In Deutschland gilt dafür die Betriebssicherheits-Verordnung (BetrSichV) mit ihrem zugehörigen TRBS-Regelwerk. Bis Ende 2012 gelten zusätzlich noch die alten technischen Regeln zur DruckbehV, soweit es sich nicht um Beschaffenheitsanforderungen handelt.

Im Wesentlichen handelte es sich dabei um folgende Technische Regeln:
  • TRB 801 Nr. 25 Anlage (Flüssiggaslagerbehälteranlagen)
  • TRB 610 (Aufstellung von Druckbehältern zum Lagern von Gasen)
  • TRG 400 ff (Allgemeine Bestimmungen für Füllanlagen)
  • TRG 280 (Betreiben von Druckgasbehältern)

Gemäß  §27 (4) BetrSichV haben die von einem auf Grund einer Rechtsverordnung nach  §11 Gerätesicherheitsgesetz in der am 31.Dezember 2000 geltenden Fassung eingesetzten Ausschuss ermittelten technischen Regeln, am 31.Dezember 2012 ihre Gültigkeit verloren. Sie können jedoch weiterhin, soweit nicht anderweitig geregelt, als Erkenntnisquelle dienen.

Die Ermittlung der notwendigen Betriebsanforderungen an eine Flüssiggasanlage setzt immer eine umfassende Gefährdungsbeurteilung voraus. Die genannten Betriebsanforderungen an Flüssiggasanlagen in vorliegendem Nachschlagewerk können daher nur beispielhaft den Stand der Technik darstellen. Können die genannten Anforderungen im konkreten Fall nicht so erfüllt werden, so ist die gleiche Sicherheit auf andere Weise zu gewährleisten.

Flüssiggasanlagen bestehen immer aus verschiedenen Komponenten. Diese Komponenten bilden in ihrer Gesamtheit eine oder mehrere Baugruppen bzw. eine Anlage. Das Nachschlagewerk unterteilt zur besseren Übersicht folgende Anlagenkomponenten:

Nachfolgend sind der schematische Aufbau und die Gasströme verschiedener Flüssiggasanlagen beispielhaft dargestellt. Es wird dabei nach Verbrauchsanlagen bzw. Umschlag- und Verteillägern unterschieden.


schematischer-aufbau-fg-anlagen.gif

 

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